Canon EOS C400 oder C80: Welche Kamera passt?
Die C80 ist die kompaktere Wahl für bewegliche Aufbauten. Die C400 lohnt sich, wenn du internes 6K RAW mit 50/60p oder zusätzliche Set-Anschlüsse brauchst. Für ein klassisches Interview kommen beide infrage.
Stand: 16. Oktober 2026 · vncy
Die wichtigsten Unterschiede
Beide Kameras haben einen 6K-Vollformatsensor, RF-Bajonett, integrierte ND-Filter und 12G-SDI. Diese Merkmale sind Gemeinsamkeiten. Der Unterschied liegt vor allem in Gehäuse, Aufzeichnung und zusätzlichen Anschlüssen.
| Merkmal | Canon EOS C400 | Canon EOS C80 |
|---|---|---|
| Interne 6K-Aufnahme | Cinema RAW Light bis 60p | Cinema RAW Light bis 30p |
| Speicherkarten | CFexpress Typ B und SD | Zwei SD-Slots |
| Gehäuse | Modularer Aufbau mit separatem Monitor | Kompakter Body mit integriertem Klappmonitor |
| Zusätzliche Anschlüsse | Unter anderem Genlock und separater SDI-Monitorausgang | 12G-SDI, HDMI und Timecode; kein Genlock-Eingang |
| ND-Filter, RF und 12G-SDI | Vorhanden | Vorhanden |
Wann die C80 sinnvoll ist
Wenn du mit kleinem Aufbau arbeitest, oft den Standort wechselst oder die Kamera auf einem Gimbal einsetzen möchtest, ist die kompakte Bauform der C80 ein guter Ausgangspunkt. Entscheidend bleiben Gesamtgewicht, Objektiv, Balance und Zugang zu den Bedienelementen.
Für ein Interview in 25p brauchst du keine interne 6K-Aufzeichnung mit 50/60p. Die C80 kann dafür die passende Wahl sein. Bei mehreren Perspektiven kannst du auch C80 und C400 kombinieren; Aufnahmeformat, Bildprofil und Weißabgleich sollten vor dem Dreh abgestimmt werden.
Wann die C400 den Mehraufwand rechtfertigt
Die C400 ist interessant, wenn du 6K Cinema RAW Light intern mit mehr als 30 Bildern pro Sekunde brauchst. Auch zusätzliche Anschlüsse, etwa für Genlock oder getrenntes Monitoring, können bei Mehrkamera- und Studioaufbauten entscheidend sein.
Die größere Zahl im Modellnamen macht ein Interview nicht automatisch besser. Wähle die C400 für Anforderungen, die du am Set oder in der Postproduktion tatsächlich nutzt.
6K RAW, 4K und externe Aufnahme auseinanderhalten
Die Grenze von 30p bei der C80 betrifft internes 6K Cinema RAW Light. Canon nennt zusätzlich eine 6K-RAW-Ausgabe über HDMI bis 60p. Dafür brauchst du einen kompatiblen externen Recorder und den passenden Aufnahme-Workflow; HDMI-RAW ist keine interne Cinema-RAW-Light-Aufzeichnung.
Die 6K-RAW-Grenze sagt außerdem nichts darüber aus, welche höheren Bildraten in 4K möglich sind. Prüfe immer Auflösung, Codec, Sensorbereich und Bildrate zusammen. Für viele Interviews ist ein abgestimmter 4K-Codec praktischer als RAW, etwa wenn Schnitt und Datenübergabe schnell bleiben sollen.
Medien, Daten und Mietkosten mitrechnen
Die C80 arbeitet mit SD-Karten, die C400 hat zusätzlich einen CFexpress-Typ-B-Slot. Das passende Speichermedium richtet sich nach dem gewählten Modus. Kapazität allein garantiert keine ausreichende Schreibgeschwindigkeit.
Vergleiche die aktuellen Netto-Tagessätze auf den Modellseiten und rechne Objektiv, Medien, Strom und gegebenenfalls externes Recording hinzu. Wenn du die Zusatzfunktionen der C400 nicht benötigst, kannst du das Budget eher in Licht, Ton oder eine weitere Perspektive stecken.
Grundlage dieses Vergleichs
Diese Einordnung verbindet die Herstellerangaben mit den Anforderungen eines Mietaufbaus. Sie enthält keine eigenen Messreihen oder behaupteten Vergleichsaufnahmen. Die verlinkten Modellseiten zeigen die aktuellen Mietpreise.
Häufige Fragen
Welche Kamera würdet ihr für ein Einzelinterview wählen?
Wenn keine besonderen Anschluss- oder Aufnahmevorgaben bestehen, ist die C80 ein sinnvoller Ausgangspunkt. Nutzt die Produktion bereits einen C400-Aufbau oder braucht dessen Funktionen, kann die C400 besser passen.
Hat nur die C80 integrierte ND-Filter?
Nein. Sowohl C80 als auch C400 besitzen integrierte ND-Filter und 12G-SDI.